Institut

für

Afrikastudien

Historie

1975: "Afrikanologie" & "Afrika-Studien"
Bereits während der Universitätsgründung 1975 schrieb der Strukturbeirat einen Regionalstudienschwerpunkt "Afrikanologie" in die Verfassung der Universität. Mittlerweile hat sich für diesen Schwerpunkt die Bezeichnung "Afrika-Studien" durchgesetzt. Der Begriff "Afrikanologie" blieb als Bezeichnung für den „Aufbau- und Kontaktstudiengang Afrikanologie“ erhalten.

Das Leitbild der Universität Bayreuth nennt die Afrika-Studien als einen der übergreifenden Forschungsschwerpunkte.

Der Schwerpunkt Afrika-Studien (früher: Afrikanologie) wurde seit der Gründung der Universität kontinuierlich in vier der sechs Fakultäten ausgebaut:


1984 – 1997: SFB 214 "Identität in Afrika"
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fächern mündete 1984 in die Errichtung des Sonderforschungsbereichs SFB 214 "Identität in Afrika – Prozesse ihrer Entstehung und Veränderung". Der erfolgreiche SFB wurde mit der maximalen Laufzeit von 13 Jahren (1984 – 1997) von der DFG gefördert.


18.5.1990: Gründung des IAS
Noch während der Laufzeit des SFB 214 wurde am 18. Mai 1990 das Institut für Afrikastudien (IAS) durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bayreuth gegründet.

Die interdisziplinäre Afrikaforschung, -Lehre und -Nachwuchsförderung wurde seitdem auf vielfältige Weise fortgeführt.


1991 – 1999: Graduiertenkolleg „Interkulturelle Beziehungen in Afrika"
Zunächst gab es das von 1991 bis 1999 laufende - und damit die Förderungshöchstdauer ausschöpfende - Graduiertenkolleg „Interkulturelle Beziehungen in Afrika".


1992/93 - 2003/04: Leitung der Gesellschaft für afrikanisches Recht
von 1992/93 bis 2003/04 wurde die Gesellschaft für afrikanisches Recht von Bayreuth aus geleitet und organisiert.


seit 1993: Swahili-Kolloquium
Das von der Afrikanistik organisierte, seit 1993 jährlich in Bayreuth stattfindende Swahili-Kolloquium ist das wichtigste Forum der internationalen Swahili-Forschung.


1995-2004: Graduiertenkolleg „Ländliche Regionalentwicklung im Maghreb“
Auch das Graduiertenkolleg der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) „Ländliche Regionalentwicklung im Maghreb“ war sehr erfolgreich: Es bestand von 1995-2004 zwischen den Universitäten Rabat (Marokko) und Bayreuth und brachte praxisorientierte Lösungen für raumbezogene Planungen.


1995 – 2002: FORAREA
Am Bayerischen Forschungsverbund Area Studies (FORAREA, 1995 – 2002) repräsentierten mehrere Bayreuther Forschungsprojekte die Afrika-Studien.


1999: Gründung des ZENEB
Im Jahr 1999 wurde das „Zentrum für Naturrisiken und Entwicklung“ (ZENEB) gegründet.


2000-2004: Hochschulentwicklungsplan bestätigt Stellung der Afrikaforschung
Der Hochschulentwicklungsplan 2000-04 bescheinigt hohe Synergieeffekte des Afrika-Schwerpunktes (unter 8.1.): „Seit Gründung der Universität Bayreuth ist der Schwerpunkt Afrikanologie eingerichtet, der sich fächerspezifisch und fachübergreifend in Forschung und Lehre mit Strukturen und Prozessen in Afrika auseinandersetzt. Der Schwerpunkt betont, auf die Verhältnisse und Probleme in Ländern Afrikas bezogen, die Erforschung der Zusammenhänge und Wechselwirkungen verschiedener Faktoren wie Ökologie, Geographie, Religion, Sprache, Literatur, Geschichte, Recht, Wirtschaftliche Entwicklung und soziale Verhältnisse. Afrikanologie umfasst im Verständnis der Universität Bayreuth die Gesamtheit der afrikabezogenen Forschungs- und Ausbildungsaktivitäten, die von verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen fachspezifisch und zugleich durch Kooperation mit anderen Fächern fachübergreifend betrieben werden. Die Afrikaforschung an der Universität Bayreuth umfasst demnach sowohl fachübergreifende Grundlagenuntersuchungen wie auch Anwendungsforschung. Es werden hohe Synergieeffekte durch Arbeiten von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen in einer gemeinsamen Region Afrikas erreicht.“


2000 - 2007: SFB/FK 560
Seit dem Jahr 2000 besteht der Sonderforschungsbereich / das Kulturwissenschaftliche Forschungskolleg SFB/FK 560 "Lokales Handeln in Afrika im Kontext globaler Einflüsse".


seit 2001: BA- und MA-Studiengänge
Seit dem Wintersemester 2001/02 werden die BA-Studiengänge „Angewandte Afrikastudien“ angeboten, die kurz danach um die entsprechenden MA-Studiengänge ergänzt wurden.


März 2005
Die Mittelstraß-Kommission bewertet die Afrikaforschung an der Universität Bayreuth als exzellent.


Januar 2007
Einen Teilerfolg mit Zukunftsoption hat die Universität Bayreuth bei ihrer Bewerbung zur zweiten Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern errungen: Der Bayreuther Antrag auf eine Internationale Graduiertenschule für Afrikastudien hat die Chance, im Herbst 2007 an den attraktiven Förderungen der Exzellenzinitiative beteiligt zu werden.


Oktober 2007
Die "Bayreuth International Graduate School of African Studies" (BIGSAS) wurde in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder aufgenommen.


September 2008
Das Tansanisch-deutsche Fachzentrum für Rechtswissenschaft (Tanzanian-German Centre for Postgraduate Studies in Law TGCL) wird mit Unterstützung der Universität Bayreuth an der School of Law der Universität Dar es-Salaam, Tansania, gegründet. Es ist eines von fünf durch das Auswärtige Amt und dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst geförderten Fachzentren zur Eliteförderung in Afrika.


Juni 2012
Die "Bayreuth International Graduate School of African Studies" (BIGSAS) wird für weitere fünf Jahre gefördert.

Oktober 2012
Die Bayreuth Academy of Advanced Studies (gefördert vom Bundesministerium für Bildung unf Forschung) wird gegründet und nimmt die Arbeit am Projekt "Zukunft Afrika" auf.


August 2013
TGCL (Tanzanian-German Centre for Eastern African Legal Studies) wird um fünf weitere Jahre bis 2018 verlängert.

Februar 2014

Gründung des Bavarian Research Institute of African Studies (BRIAS) gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ingoldstadt, der Hochschule Neu-Ulm und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.