Institut

für

Afrikastudien

Die Auswirkungen von Globalisierungsprozessen auf die Vitalität von Sprachen in westafrikanischen Städten


  

Leitung:


  

Prof. Dr. Jonathan Owens


  

Prof. Dr. Gudrun Miehe



Lehrstuhl:

Arabistik

Kontakt:

jonathan.owens@uni-bayreuth.de

Mitarbeiter:

Roncador, Dr. Manfred von
Malgoubri, Dr. Pierre

Laufzeit:

2000 - 2006

Internet:

http://www.afrikanistik.uni-bayreuth.de/de/project...

Das Ziel des Forschungsvorhaben ist es, die Auswirkungen von Globalisierungsprozessen auf Sprachverhalten und damit einhergehend auf sprachliche Strukturen in städtischen Bereichen Afrikas zu untersuchen. Es wird von der Hypothese ausgegangen, daß die "sprachliche" Antwort auf Globalisierungsprozesse in Afrika nicht in einer Homogenisierung der Sprachenwelt, sondern eher in einer stärkeren Hierarchisierung der Sprachen besteht, die den verschiedensten Stufen einer interaktiven Dynamik zwischen lokalen und globalen Kräften entspringt. In diesem Zusammenhang wird zwischen direkten und indirekten Globalisierungsprozessen unterschieden. Ausgehend von der Vitalitätstheorie sind Untersuchungen zu Sprachgebrauch, Sprachstruktur und der Korrelation von sprachlichen Variablen mit allgemein sozialen Faktoren vorgesehen. Die beiden dafür ausgewählten Regionen - Maiduguri (NO Nigeria) und Banfora/Bobo Dioulasso (Burkina Faso) - weisen einige Unterschiede auf, u.a. hinsichtlich ihres sozio-kulturellen als auch ihres kolonialgeschichtlichen Hintergrundes. Es wird davon ausgegangen, daß durch den Vergleich der jeweiligen Daten die Aussagekraft der Untersuchungsergebnisse wesentlich erhöht werden kann, bzw. allgemeinere Schlußfolgerungen für in Afrika typische Entwicklungen gezogen werden können.


The aim of the project is to study the effects of globalisation processes on linguistic behaviour and their concomitant effects on linguistic structures in African urban areas. The basic assumption is that globalisation makes itself felt most directly in urban areas. This leads to a more pronounced hierarchy among languages, rather than leading to linguistic homogeneisation. This hierarchy results from the various stages within the interaction between local and global forces. In this respect, we distinguish between direct and indirect globalisation processes. Starting from linguistic vitality theory, the intended research will focus on language use, language structure as well as the correlation between linguistic variables and general social variables. The two regions selected for the project (Maiduguri in Northeastern Nigeria and Banfora/Bobo Dioulasso in Burkina Faso) show several differences, with respect to their socio-cultural background as well as their colonial history. We assume that comparison of the respective data will enhance the predictive value of the research results and allow for general conclusions concerning linguistic developments typical for African urban areas.