Institut

für

Afrikastudien

Medienkunst und Dynamik der zeitgenössischen Kunstwelten in Johannesburg und Luanda


  

Leitung:


  

Prof. Dr. Tobias Wendl


  

Dr. Ulf Vierke



Lehrstuhl:

Iwalewa-Haus

Kontakt:

ulf.vierke@uni-bayreuth.de

Mitarbeiter:

Siegert, M.A. Nadine
Lipp, Dr. Thorolf

Laufzeit:

11 / 2007 - 10 / 2009

Internet:

https://sofis.gesis.org/sofiswiki/Medienkunst_und_...

Das Projekt besteht aus zwei Fallstudien zu den beiden Städten Johannesburg und Luanda, die sich mit ihren internationalen Bi- und Triennalen neben Dakar und Kairo als neue Knotenpunkte im Netzwerk der afrikanischen Gegenwartskunst etabliert haben. Im Zentrum steht eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Medienkunstpraxis mitsamt den Interaktionen und Diskursen, die diese begleiten und reflektieren. Die Medienkünstler werden dabei als lokale Akteure gefasst, die inmitten eines expandierenden Pools der vorfindbaren Medienbilder arbeiten. Zentrale Themen ihrer Arbeiten sind häufig die Medien selbst und die in ihnen zirkulierenden Bilder, aber auch die Leiderfahrung der rezenten Geschichte und die Folgen der Globalisierung, die als ambivalenter, raumzeitlicher Verdichtungsschub erscheint. Im Bereich der Medienkunst - so die Arbeitshypothese - ist der "found footage" heute zu einem Äquivalent des "objet trouvé" geworden, und mit Hilfe des Neuarrangements der vorgefundenen Medienbilder und ihrer Überführung in die Kunst betreiben die Künstler immer auch eine Neuvermessung des kulturellen (insbesondere des kolonialen) Archivs, kommentieren sie, und greifen sie ein in die zunehmend medial sich konstituierenden Imaginations- und Erinnerungsräume einer post-kolonialen (Welt-)Moderne.