Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS)
Zusammenfassung des Gesamtkonzepts der BIGSAS
Die grundlegenden Ziele der Bayreuther Internationalen Graduiertenschule für Afrikastudien (BIGSAS) lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- BIGSAS ermöglicht exzellenten afrikanischen und nicht-afrikanischen Studierenden die Zusammenarbeit an Themen im Bereich der Afrikastudien.
- Sie etabliert in Deutschland ein Zentrum für kreative und innovative Lehre und Forschung im Bereich der Afrikastudien.
- Sie trägt dazu bei, ein Netzwerk afrikanischer Universitäten aufzubauen und dort Strukturen exzellenter Doktorandenausbildung zu schaffen, um dem Prozess des brain drain in Afrika entgegen zu wirken.
- Sie führt afrikanische und europäische Netzwerke zusammen und ebnet den Weg für die Entstehung eines afrikanischen Alumni-Netzwerkes.
- Sie schärft das wissenschaftliche und internationale Profil der Universität Bayreuth.
Die Bayreuther Afrikastudien blicken auf eine über zwanzigjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Koordinierung wissenschaftlicher Forschungen unter innovativen Fragestellungen zurück. Von Beginn an wurde dabei erfolgreich versucht, eine Vielzahl von Forschungsdisziplinen und -themen im Konzept der Afrikastudien zu integrieren. Auf diesen Erfahrungen aufbauend bietet die BIGSAS multi- und interdisziplinäre Forschungen in vier klar definierten allgemeinen Themenbereichen an, wobei diese für die wissenschaftliche Forschung und Praxis in den kommenden Jahren richtungweisend sein werden:
- Unsicherheit, Innovation und das Streben nach Ordnung in Afrika
- Kultur, Konzepte und Kommunikation in Afrika: Sprach-, literatur- und medienwissenschaftliche Ansätze
- Konzepte und Konflikte in der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika
- Umgang mit prekären Umweltveränderungen und Katastrophen in Afrika
Diese thematischen Schwerpunkte eröffnen die Möglichkeit, theoretische Ansätze zu entwickeln, die auch auf die praktischen Erfordernisse und Probleme des afrikanischen Kontinents ausgerichtet sind. Das Spektrum möglicher Themenstellungen im Zusammenhang der Graduiertenschule reicht somit von der Grundlagen- und strategischen bis hin zur angewandten Forschung in und über Afrika.
Dschebel Saghro, Marokko (Foto: Popp)
Der Entwurf eines für das Feld in Deutschland neuartigen kreativen Lehrangebots für Doktorandinnen und Doktoranden in der BIGSAS basiert auf den folgenden Strategien:
- multi- und interdisziplinäre Forschung mit multidisziplinärem Mentorat,
- fachspezifische akademische Ausbildung mit Fokus auf Interdisziplinarität in Verbindung mit der Vermittlung arbeitsmarkt-orientierter Fähigkeiten und Fertigkeiten,
- klar strukturierte, individuell ausgerichtete Ausbildung,
- individuelle Karriereplanung,
- Förderung aktiver Teilnahme der Doktorandinnen und Doktoranden am Ausbildungsprozess
- frühe Integration in die internationale scientific community
- verkürzte Studiendauer durch die Bereitstellung struktureller und finanzieller Anreize,
-
Lehrorganisation über die Grenzen einzelner Disziplinen und Fakultäten hinweg durch:
- eigenständige Promotionsordnung,
- einen Studierenden- und Mentorenkodex,
- individuelle Planung des Studienverlaufs
-
Professionelles Management im Bereich der Lehre und Lernkontrolle durch:
- Vollzeit-Büro,
- externes Beratungsgremium,
- wissenschaftlichen Beirat, in dem alle Disziplinen und Teilnehmergruppen vertreten sind,
- Vertretergremien für die oben genannten thematischen Schwerpunkte
Fünf afrikanische Partneruniversitäten, die jeweils den arabisch-, englisch-, französisch- und portugiesischsprachigen Bereich des Kontinents repräsentieren, werden mit der BIGSAS eng zusammen arbeiten, um die Auswahl, Ausbildung und Betreuung von Promovierenden zu gewährleisten. Die Auswahl nicht-afrikanischer und nicht-deutscher Kandidatinnen und Kandidaten werden die Partneruniversitäten der Africa-Europe Group for Interdisciplinary Studies (AEGIS) unterstützen. BIGSAS strebt an, eine vergleichbare Zahl von afrikanischen und nicht-afrikanischen Doktorandinnen und Doktoranden auszubilden. Beide Geschlechter sollen dabei gleich stark vertreten sein.
Diese Schule ist in die Förderung im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder aufgenommen.
Zurück zum Menü