Institut

für

Afrikastudien

Rechtswissenschaft

Die afrikabezogene Rechtswissenschaft wird in Forschung und Lehre von einer außerplanmäßigen Professur vertreten. Lehr- und Forschungsgegenstände sind dabei Zivilrecht, Rechtsvergleichung sowie Rechtssoziologie und -ethnologie. Die Forschungsschwerpunkte liegen im Familien- und Erbrecht sowie im Bodenrecht. Diese Rechtsgebiete sind stark durch Rechtspluralismus geprägt: Neben dem staatlichen Recht existieren regelmäßig verschiedene Gewohnheitsrechte sowie religiöse Rechte, die vielfältige Wechselwirkungen untereinander aufweisen. Diese pluralistische Rechtslage wird durch die Menschenrechtskataloge der nationalen Verfassungen sowie internationaler und regionaler Konventionen überlagert. Die relevanten Rechtsquellen und ihre Anwendung und Wirkungen im Familien-, Erb- und Bodenrecht werden in ausgewählten afrikanischen Staaten untersucht.

Darüber hinaus besteht mit dem Tansanisch-deutschen Fachzentrum für Rechtswissenschaft (Tanzanian-German Centre for Eastern African Legal Studies, TGCL) ein vom Auswärtigen Amt durch den DAAD gefördertes Kooperationsprojekt der Universität Bayreuth mit der Juristischen Fakultät der Universität Dar es Salaam. In diesem Fachzentrum werden künftige Führungskräfte für Ostafrika in juristischen Master- und Doktorandenprogrammen ausgebildet. Der fachliche Schwerpunkt liegt auf dem Recht der regionalen Integration unter besonderer Berücksichtigung des Rechts der Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC). Flankierend hierzu findet unter dem Dach des TGCL ein reger wissenschaftlicher Austausch zwischen der Juristischen Fakultät der Universität Dar es Salaam und der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth statt.