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Institut für Afrikastudien

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Gertrude Nkrumah

Besuchte das IAS im Juni 2023

Gertrude Nkrumah

Ein Bericht von Gertrude Nkrumah über die Teilnahme an einem Workshop zum Thema "Creating and Implementation of Teaching and Learning Material at Bavarian Grammar Schools on the Topic of Africa for Geography Lessons", Universität Bayreuth, vom 12. bis 18. Juni 2023.

Am 12. Juni 2023 nahm ich an einem Workshop, der die Macht der Bilder und Postkolonialismus in Schulbüchern thematisierte, an der Universität Bayreuth teil.

Der Workshop fand vom 12. bis 18. Juni statt und bestand im Wesentlichen aus zwei Teilen. Der erste Teil des Workshops, der vom 13. bis 14. Juni 2023 stattfand, richtete sich vor allem an Lehrkräfte aus Deutschland, Südafrika und Ghana. Die Pädagog*innen berieten darüber, wie sie "visuelle Bilder" aus multiperspektivischen Ansätzen für das globale Lehren und Lernen im Kontext der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) effektiv nutzen und interpretieren können. Für mich als Geschichtslehrerin war dies besonders nützlich, da ich durch den Workshop das nötige Rüstzeug erhielt, um verschiedene Formen von Lehrmethoden und -inhalten mit einer globalen Perspektive zu nutzen.

Der zweite Teil des Workshops begann am 15. Juni mit einer Reihe von Präsentationen, die sich mit Fragen der Dekolonialisierung der Bildung und der Erstellung und Einsetzung von Lehr- und Lernmaterialien zum Thema Afrika für den Geografieunterricht befassten. Als Geschichtslehrerin teilte ich meine Gedanken in einer Präsentation mit, die sich auf die Dekolonialisierung und das Gendering des Geschichtslehrplans in ghanaischen Sekundarschulen konzentrierte. Es war interessant festzustellen, dass sowohl Geschichte als auch Geografie als Unterrichtsfächer in den Schulen in mehrfacher Hinsicht miteinander verbunden sind. Der Höhepunkt des Tages war das persönliche Gespräch und die Reflexion mit den Schüler*innen, die kritische Fragen zu Afrika im Allgemeinen und zu spezifischen Themen wie dem Bildungssystem, Fragen der Aneignung, der Rückgabe und anderen stellten.

Die Teilnahme an diesem Workshop war akademisch bereichernd und fruchtbar, da er mich mit verschiedenen Pädagog*innen aus unterschiedlichen akademischen Disziplinen wie Geschichte, Kunst und Geografieunterricht zusammenbrachte und der Austausch von Erfahrungen der Lehrer*innen und Schüler*innen sowie der Austausch von Ideen und ein Überdenken effektiver Lehr- und Lernmethoden ermöglichte. Für mich persönlich hat der Workshop meine Lehrfähigkeiten als Geschichtslehrerin nach Möglichkeiten zu suchen, mich voll auf die Schüler*innen einzulassen, sodass diese sich wohlfühlen und für ihre Beiträge geschätzt werden, verbessert. Dieser Workshop hat mir die Möglichkeit gegeben, mich mit erfahrenen Akademiker*innen aus verschiedenen Universitäten auszutauschen. Ich empfand die formellen und informellen Gespräche, die wir mit einigen Mitgliedern zu verschiedenen Themen geführt haben, als sehr nützlich. Für mich als Geschichtslehrerin und Doktorandin der Afrikastudien war diese Erfahrung sehr erhellend. Ich hatte die Gelegenheit, mit einigen der Teilnehmer*innen über meine eigene Forschungsarbeit zu sprechen, was mir nützliche Einblicke verschaffte. Der Besuch historischer Stätten in Nürnberg am 17. Juni war ein weiterer Höhepunkt für mich als Historikerin, die sich sehr für die Erkundung historischer Stätten in der ganzen Welt interessiert. Ich hoffe, dass ähnliche Workshops und damit zusammenhängende akademische Forschung als Teil der zukünftigen Pläne für das Projekt in Betracht gezogen werden.


Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Jane Ayeko-Kümmeth

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