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Institut für Afrikastudien

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IAS Gast: Dr. Lamine Doumbia

Dr. Lamine Doumbia, Alumni der Uni Bayreuth, ist Postdoc-Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts Paris (DHIP) im Rahmen der transnationalen Forschungsgruppe (TFG) „Die Bürokratisierung afrikanischer Gesellschaften“, das in Dakar bei Centre de Recherche sur les Politiques Sociales (CREPOS) angesiedelt ist. Das Forschungsprojekt von Herrn Doumbia untersucht „Land Governance und Bürokratisierung in Bamako, Ouagadougou und Dakar – Mimikry und Hybridisierung von Logiken“.

Dieses Projekt greift die Themen von Lamines früheren Forschungen auf, fügt aber einen wichtigen Aspekt zum Schwerpunkt hinzu. Entgegen der landläufigen Meinung soll nicht nur die Bürokratisierung auf Seiten des Staates untersucht werden, sondern auch die Bürokratisierungen bzw. Bürokratisierungstendenzen derjenigen, die sich sozusagen mit der Staatsbürokratie auseinandersetzen. Darüber hinaus stellt Doumbia durch die Analyse der Nutzung von bürokratischen Technologien und Digitalisierung einen Zusammenhang zu Prof. Dr. Andrea Behrends Forschungsprofil „Lebenswelten in Krisen“ her. Das heißt, in seinem Projekt betrachtet Doumbia die urbane Landproblematik als Teil der Bewältigung von alltäglichen Krisen in Westafrika. Aus ihrer Perspektive nutzen diverse Akteure (sowohl Individuen als auch Verbände, Vereinigungen) bürokratische Praktiken, offizielle Korrespondenzen, soziale Medien und andere digitale Technologien als kreative Formen der Krisenbewältigung. In diesen Zusammenhang beabsichtigt er unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Behrends einen Forschungsantrag zum Erwerb von Drittmittelgeld zu verfassen.

Herr Doumbia hatte bereits die Studiengänge Kultur und Gesellschaft Afrikas (BA) und Kultur- und Sozialanthropologie (MA) an der Universität Bayreuth absolviert. Unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Klute und Prof. Dr. Mamadou Diawara promovierte er im Fach Ethnologie als Junior Fellow an der Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS) mit einem Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Nun ist er gerne wieder nach Bayreuth zurückgekehrt, weil er eine tiefe Verbundenheit zur Universität und zur Stadt Bayreuth hat. Mehrere Forschungsarbeiten (Artikel, Buch und Buchkapitel) von Herr Doumbia sind u. a. in der Reihe Tropics in Interdisciplinary African Studies im Rüdiger Köppe Verlag; Africa Spectrum; Modern Africa veröffentlicht.

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